Für Patienten |
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BrennweiteFür Mundaufnahmen sind Brennweiten von 100 - 110 mm optimal, da ab ca. 80 mm Porträts und Zahnbögen sphärisch nicht mehr verzerrt werden und man im Nahbereich nicht mit dem Objektiv bzw. mit der Lichtquelle in Kontakt mit dem Abbildungsgegenstand (Mund) geraten kann (septischer Sicherheitsabstand).[1] Brennweiten darüber erhöhen die Verwacklungsgefahr, ergeben wg. des zu großen Abstandes und der dadurch offeneren Blende eine geringere Schärfentiefe und Porträts würden eine zusätzliche Beleuchtung und einen Abstand > 3 m (!) erfordern. |
SchärfentiefeDie Schärfentiefe ist bei gleichem Abbildungs-Maßstab nur abhängig von der Blende und nicht von der Brennweite des Objektivs! Verengung der Blende verursacht einen proportionalen Anstieg allgemeiner Unschärfe (durch Beugung der Lichtstrahlen) und das Phänomen der 'Blenddifferenz' (mechanische Durchbiegung der Blendenebene). Die schärfsten Bilder entstehen bei mittleren Blenden (8 – 16). In der Mundfotografie spielt aber die Maximierung der Schärfentiefe die entscheidendere Rolle, so dass hauptsächlich Blenden von 16 und 22 gewählt werden und die damit verbundene (geringfügig erkennbare) allgemeine Unschärfe in Kauf genommen wird. Faustregel zur Wahl der Schärfentiefe: Scharf-Einstellung ('Fokussierung') auf 1/3 bis 1/2 der Gesamttiefe – je nach Wichtigkeit der abzubildenden Stellen. Z.B. bei Frontalaufnahmen auf die oberen Eckzähne, bei Seitaufnahmen auf die 2. Prämolaren fokussieren.
Um die Brennweite von 110 mm zu erreichen, muss ein entsprechendes Makro-Objektiv (z.B. Micro-Nikkor 55 mm f/3,5 plus 2-fach-Tele-Konverter zur Verdoppelung der Brennweite auf 110 mm) werden. Offenblendmessung ist wichtig, um trotz der starken Abblendung den Bildausschnitt korrekt beurteilen zu können. [1] Auch bei anderen Aufnahmen z.B. von Insekten, sind 100 mm Brennweite mindestens erforderlich, um die 'Fluchtdistanz' nicht zu unterschreiten. |
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